Sachen, die ich lustig finde

Bei Amazon gibt es neben den allgemeinen Verkaufscharts beliebig viele Nischen-Charts, was potenziell jedes Buch zum Bestseller adelt.

In den Top 100 der „Vögel“-Charts steht heute das „Das große Buch der Hühnerhaltung im eigenen Garten: Pflege, Haltung, Rassen“. Glaube ich unbesehen: In Covidzeiten ist Hühnerhaltung allemal populärer als – sagen wir mal – Wellensittich-Zucht.  Schön, dass die feine Segmentierung der Verkaufsstatistik einem offenbar guten Buch so die Chance gibt, auch wahrgenommen zu werden.

Für mich bleiben dabei nur zwei kleine Fragen offen:

  1.  Warum begegnet mir „Das große Buch der Hühnerhaltung im eigenen Garten: Pflege, Haltung, Rassen“ bei der Buchsuche unter „Bücher, die Ihnen gefallen könnten“?
  2. Warum steht „Das große Buch der Hühnerhaltung im eigenen Garten: Pflege, Haltung, Rassen“ auch auf Platz 2 der Kategorie „Blumen & Zierpflanzen“?

Man weiß es nicht.
Man weiß es einfach nicht.

P.S.: Auf Quellenrecherche für einen historischen Artikel bin ich jetzt darauf gestoßen, warum mir die Hühnerhaltung als Buch von Interesse angeboten wird: Der Titel steht auch auf Platz 2 der Amazon-Charts „Geschichte allgemein“. Man sieht: in der Welt der künstlichen Intelligenz gibt es für alles eine Erklärung. Wenn auch nicht immer eine gute.

Sehenswert: maiLab zu den Astrazeneca-Fragen

Mai Thi Nguyen-Kim ist Deutschlands zeitgemäßeste Klartext-Rednerin in allen Dingen, die Sachlichkeit und Wissen erfordern. Hier erklärt sie völlig verständlich und nachvollziehbar all die Dinge rund um Astrazeneca, die Jens Spahn und Co. versäumt haben zu erklären. Zu ihrem Fazit kann ich nur nicken.

My Playlist XXVI: Björk.

Elektronische Musik ist eigentlich nicht mein Ding. Die große Ausnahme ist Björk, die ich schon zu ihren punkigen Zeiten in den 80ern auf dem Radar hatte und schwer cool fand. Was sie dann allerdings nach ihrer Karriere mit den Sugarcubes vom Stapel ließ, haute mich regelrecht um: Das war komplett unerwartet, herrlich schräg und extrem kreativ.

„Debut“, 1993 erschienen, ist dabei aus persönlichen Gründen noch immer mein Lieblingsalbum, sehr dicht gefolgt vom eigentlich weit vielfältigeren, poetischen Album „Post“ (1995) – es markiert meiner Meinung nach bis heute den Höhepunkt ihres Schaffens. Klar, es waren die Alben, mit denen Björk wirklich überraschen konnte. Danach erwartete man von ihr immer Schrägeres und ihre damit einhergehende, schrill-überzogene Selbstinszenierung, alles andere hätte enttäuscht.

Dabei fasziniert sie niemals mehr, als wenn sie sich rau und brüchig zeigt – so wie in Lars von Triers düsterem Musical „Dancer in the Dark“ (2000), wo sie als Schauspielerin und Sängerin brilliert: In Cannes gewann sie die Goldene Palme mit der Rolle, dazu den Europäischen Schauspielpreis und zwei Golden Globes (für die Rolle und den besten Filmsong), bei den Oscars reichte es „nur“ für eine Nominierung für den besten Filmsong.

Hier ist er.

Der Film ist starker Tabak, aber echt sehenswert. Mir fällt kein anderes Musical ein, über das ich das sagen würde.

 

 

Karte und aktuelle Statistik: Covid-19 im Rheinland

Corona/Covid werden uns noch weiter begleiten, und interessant ist für uns Bürger vor allem der regionale Überblick über die Lage. Hier eine auf das Rheinland fokussierte Version der bekannten Esri-Karte. Sie führt die leicht divergierenden Statistiken von Risklayer und RKI zusammen, man kann sie auch frei „durchklicken“, um Statistiken für einzelne Städte und Regionen abzurufen (Umschalten: ganz unten, die drei Punkte).

Daten zu spezifischen Orten ruft man entweder über „mit der Maus ziehen und klicken“ ab oder über die Suchmaske: Da muss man allerdings nach dem Namen des Kreises suchen, nicht nach Ortschaften (Ausnahme: kreisfreie Städte/ Großstädte). Voreingestellt ist die Karte auf den Rhein-Sieg-Kreis. In der Navigationszeile ganz unten lässt sich zwischen Karte und Tabelle hin- und herschalten.

Wer es bis auf Dorfebene hinunter wissen will, findet die Daten zum Beispiel hier (wieder voreingestellt auf Rhein-Sieg-Kreis)-