My Playlist XVIII: Wake up!

At the time of my paramedic-training back in 1984 I looked a bit like a late hippy, though one with a preference for black clothing, military trousers and net-shirts, at the same time sporting long hair and a kind of Robin-Hood-beard. That is until I shaved it all off apart from a Freddy-Mercury-moustache, which was propably my worst decision ever. I was kind of inbetween scenes, knocking about with punks and „freaks“ at the same time. During the training I was the only one who would listen to punk in the morning. Once one of the real punks asked me how I put up with it after a long night. I did not really get it: To me the noise was like a good mug of coffee – something to push me forward into the day.

It still works. Listen to this: Isn’t that the ideal soundtrack to an energizing breakfeast?

Chesseboiger!

My Playlist XVII: Once & Future Band

Von Möbel bis Motorräder ist retro ja gerade wieder schwer In. Offenbar gilt das auch für Mucke, auch wenn der Mainstream gerade wieder Richtung Elektropop driftet. Wie langweilig der aktuelle Radio-Brei ist, zeigt der Vergleich mit einer Nummer wie Once & Future Band. Die ömmeln auf ihrem Debütalbum von 2017 einmal durch die Popgeschichte ab 1960 von Beat über Steely Dan, den Psychodelic Rock der frühen Yes, die Cannabis-schweren Harmonieteppiche der frühen Pink Floyd bis hin zum Indy-Britpop – aber dermaßen gut, dass die Summe der Zitate in sich schon wieder neu ist. Ankerpunkt sind die Schrägheiten der Siebziger – fraglos ein unerschöpflicher Steinbruch innovativer Klänge.

Man höre sich da mal „Hide & Seek“ an (meine Lieblingsnummer von denen): In 6 Minuten 18 (!!!) geht es da erst Britpoppig a la Athlete hinein in ein vermeintlich harmloses Liebeslied – Uhuuu-Chor inklusive. Schnell bricht da aber was: Der Rythmus erlaubt sich, elegant zu stolpern. Die Gitarre klingt jetzt wie Walter Becker oder Randy Bachmann auf den Jazz-Nummern der BTO, und dann dudelt uns auch das satte Keyboard zunehmend jazzige Harmoniewechsel um die Ohren.

Im furiosen letzten Drittel setzt die Band dann grenzwertig-zuckersüße Harmoniegesänge auf oder gegen ein sich ständig steigerndes Instrumentalfinale, das an Zappas Garage-Zeiten oder Becker/Fagan Live erinnert – Yo, Mama, denkt man da, Ihr habt Eure Vorbilder echt begriffen und gefressen!

Tipp: Laut hören, erst dann kommt es richtig rüber.

My Playlist XV: American Idiot

„Don’t wanna be an American idiot
Don’t want a nation under the new media
And can you hear the sound of hysteria?
The subliminal mind fuck America

Welcome to a new kind of tension
All across the alien nation
Where everything isn’t meant to be okay“

Green Day veröffentlichten ihr Album „American Idiot“ am 21. September 2004. Mal abgesehen davon, dass das Album wirklich Spaß macht, klingt so einiges in Rückschau geradezu visionär: Mit dem Konzeptalbum übten die Spaß-Punker wütende politische Kritik am Rechtsruck Amerikas unter George W. Bush. Könnte man zurzeit gut neu auflegen.