My Playlist XV: American Idiot

„Don’t wanna be an American idiot
Don’t want a nation under the new media
And can you hear the sound of hysteria?
The subliminal mind fuck America

Welcome to a new kind of tension
All across the alien nation
Where everything isn’t meant to be okay“

Green Day veröffentlichten ihr Album „American Idiot“ am 21. September 2004. Mal abgesehen davon, dass das Album wirklich Spaß macht, klingt so einiges in Rückschau geradezu visionär: Mit dem Konzeptalbum übten die Spaß-Punker wütende politische Kritik am Rechtsruck Amerikas unter George W. Bush. Könnte man zurzeit gut neu auflegen.

Bye, bye Catweazle!

Geoffrey Bayldon (7. Januar 1924 – 10. Mai 2017), ein Held meiner Kindheit, ist im sagenhaften Alter von 93 Jahren verstorben: Die Nachricht ging erst heute rum. Nicht, dass man sie bemerkt hätte, wenn nicht auch der Name seines Aler Egos, mit dem er in Deutschland berühmt wurde, genannt worden wäre: Catweazle.

Die Kinder-Comedy-Serie der Früh-Siebziger war für die meisten von uns die einzige Gelegenheit, Bayldon in Aktion wahrzunehmen. In England war er präsenter, spielte in weiteren Kinderserien, zahlreiche Nebenrollen in Filmen, vor allem aber auf der Bühne – als Catweazle wurde er gecastet, weil er es als Shakespeare-Darsteller gewohnt war, sich verschroben-altertümlich auszudrücken.

Die ansonsten berühmteste Figur, die er in einem Film verkörperte, war im übrigen die des Waffen-Experten Q in der zweiten (von insgesamt drei) „Casino Royal“-Verfilmungen (1967, mit David Niven als Bond). Den Film haben selbst Bond-Fans nicht auf dem Radar, weil er „inoffiziell“ war: Casino Royal wurde außerhalb der „offiziellen“ Filmreihe verfilmt, weil es deren Produzenten nicht gelungen war, sich die Rechte an dem Buch zu sichern. Angelegt war er als Parodie der Bondschen‘ Ballerorgien. Die Zuschauer fanden leider das herkömmliche Bond-Blutbad lustiger.

My Playlist XIV: Leider, zum Glück

Früher habe ich ihn versorgt, heute versorgt mich Sohnemann mit frischen Inputs. Zurzeit hat er ein Faible für intelligent beknackte deutsche Texte. Heute hat er mich an zwei Klassiker dieses Genres erinnert:

„Ich bin Ausländer“ von den Torpedo Boyz kannte ich natürlich, hatte es aber schon fast vergessen. Das verdient dieses Lied definitiv nicht, es ist ein lustiger Spiegel für den deutschen Alltag. „Germany? Hm, I don’t knoooow“:

Die seit 1994 umtriebigen Knorkator sind natürlich ein echter Klassiker des Gaga-Rocks, haben mit ihrer grundironischen Attitüde aber leider auch nicht verhindern können, dass so Kommerz-Pflaumen wie Unheilig in diesem Lande tatsächlich ernstgenommen wurden. Wenn Musik mit Ö-Ö-Ö-Gekrächze, dann bitte so.

Den Titel „Alter Mann“ von 2007 hatte ich bisher irgendwie verpasst: Umso besser, dass mein Gaga-Scout mir den jetzt doch noch nahegebracht hat.

Schönes Wochenende.