Vogonen: Widerstand ist zwecklos

Es klingelt. An der Tür steht ein Mittvierziger mit einem Klemmboard.

„Guten Tag, Wasserversorgung, ich müsste mal eben an Ihren Zähler.“

„Sorry, passt jetzt nicht.“

„Das ist schlecht, wir müssen im Rahmen der Baumaßnahme ja Ihre Verrohrung austauschen.“

„Welche Baumaßnahme?“

„Wir reißen hier die Straße auf und wechseln dann alle Rohre von der Straße bis zu Ihrem Zähler.“

„Da höre ich zum ersten Mal von. Kriegen wir da vielleicht mal schriftlich Bescheid drüber?“

„Machen die nicht.“

„Und wann soll das passieren?“

„Naja, das hat schon noch Zeit, wir müssen ja erst mal die Straße… . So zwei bis drei Wochen vielleicht.“

„Spitze. Wir hatten vor, Einfahrt und Vorgarten zu machen, wenn der Frost vorbei ist. Da haben wir aber Glück gehabt, dass wir die paar Tausend Euro noch nicht ausgegeben haben, nicht wahr?“

(Er lacht) „Ja, da passt das dann ja.“

„Ich finde das gar nicht so lustig. Ich finde, das ist schon ein Ding.“

„Naja, stellen Sie sich vor, Sie hätten schon letztes Jahr renoviert. Dann müssten wir das jetzt ja trotzdem aufreißen.“

Nur, um das klarzustellen: Die Rede ist hier davon, dass die von der Straße bis zu unserem Haus einen wegen Hanglage bis zwei, drei Meter tiefen Graben ziehen. Im Haus darf ich dann mein Büro verlegen, weil die Rohre da ankommen – natürlich hinter Wand verlegt, die ich dann wahrscheinlich ebenfalls werde abreißen dürfen. Die kleine Mauer, die zur Straße hin unser Hanggrundstück abfängt, geht ebenfalls über die Wupper. Ob es für diesen ganzen Klumpatsch irgendeine Form der Kompensation gibt, kann der gute Mann nicht beantworten: In der Regel nicht, sagt er, die machten aber alles wieder ordentlich zu.

Widerstand ist natürlich zwecklos: Hat Douglas Adams eine Begegnung mit der Wasserversorgung gehabt, als er die Vogonen erfand? Das sind so die Augenblicke, wo ich gern per Anhalter durch die Galaxis reisen würde.