My Playlist: Bon Scott

Zurzeit geht ein Video herum, das für gestandene AC/DC-Fans einen ziemlichen Kulturschock darstellt. Bon Scott, 1980 gestorben aber bis heute der „wahre“ Sänger der Australier, ist da von einer völlig anderen Seite zu sehen und zu hören. Musik aus einer Zeit, als Männer noch wie Catweazle aussahen und Blockflöte spielten:

Nur rund vier Jahre und offenbar einen Planetenwechsel später nahm er mit AC/DC „Ride on“ und „Squealer“ auf, zwei Songs, die für mich bis heute das Spektrum von AC/DC beschreiben: Reiner Blues das erste Stück, ein typischer AC/DC-Stomper das zweite. Die 70er-Alben von AC/DC habe ich alle im Schrank stehen, ab 1980 dann kein einziges. Wer „Ride on“ hört und mit dem vergleicht, was er heute mit AC/DC verbindet, versteht vielleicht warum.

Squealer habe ich leider bei Youtube nicht finden können, aber „Soul Stripper“ von 1975 ist dem sehr ähnlich. Hier eine coole Live-Version von 1976, die unter anderem auch zeigt, wo Scotts Qualität lag: Seine Tonlage ist ähnlich wie die des heutigen Sängers, aber er klingt dabei nie gequält und gequetscht – er muss sich um das „Squealing“ nicht bemühen.