Postwurfsendung: Es gibt nichts, was nicht passt

BIGBOY PIZZA wirbt mit dem freundlich lächelnden Antlitz einer als Geisha verkleideten Europäerin, Zustellung ab 10 Euro kostenlos (das Essen, nicht die Geisha).

Im Angebot: Lecker Peking-Suppe, gebratene Nudeln, gebratener Reis, Chop Suey, Curry, Ente und Kun Bao sowie süß-sauer.

Nicht im Angebot: Pizza.

Aber dafür kann man sich Chianti, Frascati und Lambrusco liefern lassen. Überbleibsel aus italophileren Zeiten? Stand das da noch rum?

Merke: Echtes Multikulti ist, wenn es sowie egal ist.

Der Fastfood-Tempel meiner Wahl ist fest in libanesisch-liberaler Hand und bietet italienische, amerikanische, indische, griechische, türkische, ein bisschen mexikanische sowie deutsche Küche (inklusive Wurstvarianten und Schnitzelgerichte) und dazu die Klassiker der Fastfood-Internationale: Wraps, Fingerfood, Baguettes, Nuggets, Eiscreme etc..

Also eigentlich alles. Wer will, kann das auch kombinieren. Eine meiner liebsten Pizza-Kreationen dort ist die Pizza DG (Döner mit Gyros), die man also auch Pizza Völkerverständigung oder Pizza tre nationi nennen könnte (vier, wenn der Gouda, fünf, wenn der libanesische Koch und sechs, wenn der deutsche Auslieferungsfahrer mitzählt). Nicht lecker, aber politisch völlig korrekt.

Ich mag die total internationale Pizza Checker lieber: Thunfisch, Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten, viel Jalapenos und Hirtenkäse. Beste Pizza der Welt, bisher. Bin gespannt, wann die Pizza Sushi BBQ DG-Hawaii kommt (alternativ für Leute mit Ananas-Allergie: mit Banane). Würde ich Master Blaster nennen.