Flügge

Am Ende ist es immer ein beiläufiger Prozess. Nicht so wie im Film, wo alles auf den Zeitpunkt zuläuft und Taschentücher gezückt werden, um damit zu winken.

Stattdessen beginnt es mit Chaos, Gerenne, Kartons und Koffern. Sohnemann läuft hin und her und auf und ab. Immer wieder ist er mir im Weg, bin ich ihm im Weg. Mahne ich ihn, vor dem Abflug das Chaos zu beseitigen, sonst…

Sagt er: Ich bin ja morgen Abend nochmal da und Mittwoch, vielleicht, mal schauen. Schlüssel erst Donnerstag, aber das Auto bringe ich vorher zurück. Also sind die Kisten verpackt und die Koffer verstaut und die Tür fällt ins Schloss und geht wieder auf. Hin und her, und das noch über Tage, weil ja noch die Teller fehlen, dies und das.

Und dann öffnet sich die Tür seltener und dann gar nicht mehr oder nur zu besonderen Tagen.

Noch gibt es das Zimmer, aber auch das ist ein sukzessiver Prozess.
Das Haus ist still, das Nest ist leer.
Gut so, aber nicht besser.

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