Debatte um „das Gott“

Zum Schichtauftakt kurz die Nachrichtenlage gescannt. Darüber gestolpert, dass Familienministerin Schröder „das Gott“ als geschlechtsneutrale, politisch korrekte Alternative vorschlägt. Rheinländer wissen, wie perfide das in Wahrheit ist: „Das Gott“ ist natürlich feminin, so wie in „Wie geht’s denn dat Ursula?“ oder „Dat Ursel sacht für misch…“.

Schröder schlug damit also keineswegs eine „Versachlichung“ vor. Aber kann das Gott wirklich ein Weibchen sein?

Die einzig wahre Antwort lieferte da Christine Haderthauer von der bayrischen Atheisten-Partei CSU: Schröder versaue den Kindern mit diesem verkopften Quatsch „die starken Bilder, die für ihre Phantasie so wichtig sind“. So offen haben wir das aus CSU-Kreisen noch nie gehört: Das Gott ist also das Produkt stark phantasieanregender Bilder und kindlicher Vorstellungskraft.

Amen, sag ich da nur. Ausnahmsweise.