My Playlist XVIII: Wake up!

At the time of my paramedic-training back in 1984 I looked a bit like a late hippy, though one with a preference for black clothing, military trousers and net-shirts, at the same time sporting long hair and a kind of Robin-Hood-beard. That is until I shaved it all off apart from a Freddy-Mercury-moustache, which was propably my worst decision ever. I was kind of inbetween scenes, knocking about with punks and „freaks“ at the same time. During the training I was the only one who would listen to punk in the morning. Once one of the real punks asked me how I put up with it after a long night. I did not really get it: To me the noise was like a good mug of coffee – something to push me forward into the day.

It still works. Listen to this: Isn’t that the ideal soundtrack to an energizing breakfeast?

Chesseboiger!

Places I’d like to see: Mori Digital Museum

Copyright: teamlab/Takihana

I do not like augmented or virtual reality. It makes me uncomfortable, uneasy, sometimes dizzy. It’s false, because it opens up sensual perceptions, but takes away freedom of movement at the same time. I experience that as a cognitive dissonance: sensual perception does not match physical experience, and that feels wrong.

But I do love immersive experiences that tickle every bit of sensual perception to the limit. The human mind is easily fooled, and the best virtual realities are created in the head itself. I would love to see Mori Digital Museum that seems to try just that. Look out for their videos on Youtube, they are really impressive.

Looks great, doesn’t it? And they really know what they are doing: The most of their promotional videos are mute, without sound. That is most appropriate: It is exactly the kind of mood I would expect those installations to invoke in me. Silence:

Sehenswert: Doku über Alltagsrassismus in Deutschland

Anderssein ist in D’land nicht leicht. Wir leben in einem Land, in dem „Einwanderer“ dritter Generation immer noch als Ausländer behandelt werden, in dem die Nachfahren vor drei Generationen Ausgewanderter aber problemlos einen Pass bekommen, wenn sie ihre Ahnenreihe irgendwie dokumentieren können. Kurzum: Unser Staat definiert seine originären Bürger vorzugsweise über ihre genetische Herkunft.

Wie weit das geht wissen Deutsche, in deren Genom sich Herkünfte mischen: Wer anders aussieht als die mitteleuropäische Norm, hat es schwer, als „heimisch“ akzeptiert zu werden. Wie im unerträglichen Geschwafel der ZDF-„Adelsexperten“ anlässlich der Hochzeit des hummerfarbenen Briten-Prinzen Harry mit seiner „schwarzen“ Meghan spiegeln sich in den Erfahrungen solcher Menschen Alltagsrassismen, die einer modernen Kulturnation unwürdig sind. Die zur ARD gehörende Deutsche Welle – Deutschlands öffentlich-rechtlicher Auslandsrundfunk und im Inland nicht zu sehen – hat Anfang 2017 eine phantastische Doku dazu vorgelegt.

P.S.: Die Doku lief auch im deutschen Fernsehen – wenn auch nur in Nischenkanälen und zu Zeiten, die man gemeinhin nicht unbedingt zur Prime-Time zählt. So lief die Doku bei Phoenix (das nischigste und unpopulärste Angebot, dass der ARD-Verbund so zu bieten hat) sogar dreimal – mit Sendeterminen um 23.15 Uhr, 2.15 Uhr am Morgen und einmal um 3.30 Uhr. Auch das ZDF wollte die Doku: Die Mainzer schoben sie ins weitgehend unbekannte Nischen-Ablegerchen ZDFinfo, wo sie um 12 Uhr Mittags lief.

Da ist das ÖR-System seinem Bildungsauftrag ja wieder prächtig nachgekommen. Wie gut, dass es das Internet gibt:

Parasiten-Prävention wegen DSGVO: Ich duck mich dann mal weg

Ich habe gestern Abend mein Blog hier weiter zurechtgestutzt. Grund ist die hirnfreie Datenschutz-Grundverordnung DSGVO, von der man erwarten darf, dass sie so manchen Leuten in diesem Land bald viel Freude bereiten wird: Den Legionen komplett parasitär lebender Juristen, die sich von Abmahnungen ernähren.

Mir fehlt leider die Zeit, die Lust und auch das Geld, mich mit diesem Pack zu beschäftigen. Deshalb bietet dieses Blog ab sofort

  • keine Kommentarfunktion mehr, über die Namen und andere personenbezogene Informationen gespeichert würden;
  • keine Google-Werbung mehr (über die so oder so noch nie auch nur ein einziger Cent generiert wurde);
  • keine Blogrole mehr, über die jemand Datentracks erheben könnte;
  • so oder so keine Affiliate-Werbung;
  • keine Social-Media-Integration per Like-Button etc.  (weil man ja wirklich nicht weiß, was die konkret an Daten erheben);
  • keinen Shop-Link mehr. Wer sich für meine Bücher interessiert, findet die nun unter „Bücher“, und dort dann auch Service-Links zu Amazon.

Darüber hinaus verkneife ich mir auch den bisher eingesetzten Spam-Schutz (weil auch der ohne Daten nicht auskommt)  sowie meine bisher im Hintergrund laufende Zugriffszahlen-Zählung. Die lieferte zwar auch nicht mehr als Browsertypen und Feedback darüber, ob die Seite via Facebook, Suchmaschine oder direkt aufgerufen wurde, aber auch das sind ja schon verwertbare Daten, wenn man so will.

Aber es ist auch nicht so, dass die DSGVO so einem privaten Blog ohne ernsthafte Geschäftsinteressen nicht auch Zuwachs bescheren würde. Ab sofort ist zum Beispiel das Impressum um die Benennung „und Datenschutz“ ergänzt – und natürlich gefühlt neunzehnmal länger als vorher. Alles in feinstem Juristendeutsch verfasst, generiert über den großartigen Datenschutz-Mustergenerator der Rechtsanwaltskanzlei Dr. Schwenke.

All das macht natürlich nichts besser, behebt keinen Missstand, macht es kleinen Playern auf dem Ecommerce-Markt aber unendlich viel schwerer, zum Zuge zu kommen.

Eine Freundin, die lange Zeit selbstproduzierte Handwerkserzeugnisse via Web-Shop vertrieb und damit einen kleinen Nebenverdienst erzielte, erzählte mir neulich, dass sie den dichtmachen musste: Sie konnte sich die für sie nicht nachvollziehbaren Abmahnungen nicht leisten, weil die ihre Umsätze zu deutlich überschritten. Anwaltliche Hilfe verbot sich aus gleichem Grunde. Die DSGVO dürfte dafür sorgen, dass der Shop geschlossen bleibt, denn jetzt werden sich erst einmal diese Abmahnungs-Parasiten auf alles stürzen, was sich nicht wegduckt. Gruselig.