Alltag: Parken für Fortgeschrittene

Alltag auf einem Supermarkt-Parkplatz: Blödiane schrappen Kratzer in den schönen neuen Lack, verbeulen mit ihren überladenen Einkaufswagen das Blech oder hauen beim Türöffnen gleich noch eine satte Delle in den Nachbarwagen. Ist uns alles schon passiert.

Wer so etwas vermeiden will, parkt sein schmuckes Auto einfach so, dass die Wahrscheinlichkeit solcher Unfälle effektiv minimiert wird. Alles, was man dafür sicherstellen muss, ist genügend viel Sicherheitsabstand in alle Richtungen. Alles, was man dafür braucht, ist eine Extraportion Ich.

Aber vielleicht denke ich hier wieder nur zu schlecht von meinen lieben Mitbürgern. Vielleicht war der Fahrer dieses Vehikels gar nicht egoistisch und asozial, sondern einfach nur unfähig oder besoffen? Man weiß es nicht.

Neues Jahr, kleines Facelifting

Fast fünf Jahre habe ich das Styling dieses Blogs nicht angefasst. Jetzt wurde es mal Zeit, und wie so oft hat das Nebenwirkungen: Das kleine Facelifting führt dazu, dass die Fotos in vielen älteren Beiträgen nun doppelt gezeigt werden. Ich lasse es dabei, denn Freizeitprobleme habe ich nicht. In neuen Beiträgen wird das alles wieder stimmig sein.

Facelifting habe ich auch in anderer Hinsicht getrieben. Bisher gab es im ganzen großen WWW nur vier oder fünf Fotos von mir. Das hatte mehrere Gründe: Erstens lasse ich mich nicht gern fotografieren (ich bin Tippse, wenn ich mich hätte sehen wollen, wäre ich zum TV gegangen), zweitens habe ich wo immer möglich selbst dafür gesorgt, dass Fotos schnell wieder verschwanden. Das aber wird zunehmend zum Windmühlenkampf: Allein meine Bilder bei Facebook zu killen oder zumindest die Zuordnung meines Namens, ist echt Mühe. Ich gebe das auf: Wir leben in eitlen, Foto-wütigen Zeiten. Also „lifte“ ich auch mein Gesicht und zeige es selbst, auch auf eigener Webseite. Ist nicht schön, aber was soll’s?

Mein Privatleben werde ich auch weiterhin nicht ausbreiten, ich halte das nach wie vor für einen der größten Fehler unserer Zeit. Zu meinen Neujahrsvorsätzen gehört es trotzdem, auch wieder öffentlicher zu werden. Auch in diesem Blog, das zuletzt ein wenig eingeschlafen war. Schaun wir mal, und vielleicht schauen Sie auch ab und zu vorbei? Würde mich freuen.

Jamiri rules.

Jamiri ist seit rund 25 Jahren mein Lieblings-Comicautor (und nebenbei eine töfte Type!). Seine Comics sind szenische Kurzgeschichten aus dem schrägen Leben, und lange Zeit waren die stärksten davon Partnergeschichten. Jan definierte sich mehr als jeder andere durch seine Partnerschaft, die Spannung zwischen ihm und seiner Beate war die Würze seines Witzes. Als ihre Beziehung zerbrach, dachte ich zeitweilig, da könne nicht mehr viel kommen.

Inzwischen aber trumpft Jamiri so frisch auf wie seit langem nicht mehr. Das ist nicht nur cool, sondern auch folgerichtig: Im Grunde schreibt er mit seinen Comics eine fortlaufende Biografie unserer Generation. Und er bleibt dabei treffsicher.