Übrigens: Sie haben gewonnen

Die Verlosung meiner Viktorianischen Vibratoren ist gelaufen, die Gewinner stehen fest: Jetzt muss nur noch der DHL-Man mit den druckfrischen Büchern kommen.

Zehn Stück werde ich signieren und weiterschicken, was übrigens auch für mich eine Premiere ist. Bisher habe ich jedes mal, wenn mich  jemand um ein Autogramm gebeten hat, gesagt: „Hallo? Ich bin Journalist, kein Promi!“

Passiert ist das schon zweimal, wenn ich mich richtig erinnere. In zwanzig Jahren.

Inzwischen habe ich begriffen, dass die meisten Promis – zumindest die der Variante Homo televisionis – gar nicht schreiben können. Auch ich übe noch, liebe Gewinner: das Gekrakel vorn im Buch soll „Frank Patalong“ heißen. Danke fürs mitmachen – und schreiben Sie mir mal, wie Sie das Buch fanden!

Die Verlosung

Für die Ziehung habe ich Random.org bemüht: Unter der Webadresse gibt es einen Zufallszahlengenerator, bei dem man die kleinste und größte Zahl definieren kann – ideal auch für die Party-Tombola etc..

Im aktuellen Fall hier landeten nach Aussortierung der Doppler ( da gab es einige, deshalb aber keine doppelte Chance) stolze 617 durchnummerierte Emails im Topf. Teilgenommen haben Leser meines Blogs, von SPIEGEL ONLINE sowie Einsender, mit denen ich per Facebook verbunden bin oder die mich dort abonniert haben. Gezogen habe ich so die Namen von zehn Personen.

Ich danke allen für die Zusendung, ganz besonders auch denen, die mir dazu Feedback, Tipps und sogar Einladungen zu Veranstaltungen oder interessanten Orten haben zukommen lassen: Gut möglich, dass sich daraus noch das eine oder andere ergibt!

Die Gewinner bekommen ihr Buch frisch signiert, so schnell Druckerei und DHL liefern – denn noch sind die Schmöker nicht eingetrudelt. Ich hoffe darauf, dass sich das baldmöglichst ändert.

Und natürlich würde es mich auch freuen, wenn diejenigen, die nun nicht gezogen wurden, ihr Interesse am Thema nicht verlieren würden.

Gruß,

Frank Patalong

And the winners are…

  • Alexander von der Osten, Prien
  • Claudio Crisetig, Saarbrücken
  • Dr. Bernd Ramdohr, Berlin
  • Janin Becker, Offenbach
  • Johanna M., Rostock
  • Karl-Heinz Rohde, Berlin
  • Malte Wolman, Karlsruhe
  • Maximilian Hohmann, Künzell
  • Thilo Reinschmidt, Hilchenbach
  • Udo Hinkel, Karlsruhe

Viel Spaß damit!

Galvanik extrem: Leichen in Metall

Heute bei SPIEGEL ONLINE: Noch ein Appetizer aus der Welt des Viktorianischen Vibrators (hier bei Amazon). Ist ein bearbeiteter, auf das kurze Format bei SPON angepasster Auszug aus dem Buch. Mir sind  Themen wie dieses die liebsten: Sie sind aus sich selbst heraus witzig, weil völlig abseitig. Da braucht man nicht spotten, nicht überziehen, nicht übertreiben, keine Pointe herbeizwingen – für die Realsatire haben die handelnden Personen selbst gesorgt.

Ich habe bei meinen Recherchen keinen Hinweis darauf gefunden, dass irgendwo auf der Welt noch so eine Metallummantelte Leiche, wie der Artikel das schildert, existiert, will das aber nicht ausschließen. Manche der Entwickler sind über die Denk- und Planungsphase wohl nicht hinausgekommen, aber einige scheinen das tatsächlich zumindest versuchsweise durchgezogen zu haben.

Neben der in Tech-Nostalagie-Blogs immer wieder einmal auftauchenden Abbildung, die man hier sieht, habe ich in einem Archiv auch eine Lithographie aus ungeklärter, aber wohl französischer Quelle gefunden, die weniger nach 19.-Jahrhundert-Schauerroman aussieht, sondern offenbar einmal einen Aufsatz als Visualisierung eines geschilderten Versuchsaufbaus begleitete.

Vielleicht blieb all das auch der morbide Traum einiger weniger Tüftler, es täte der Geschichte keinen Abbruch – unter dem Strich wäre es ja vorzuziehen. Die Vorstellung, verstorbene Kinder in galvanischen Bädern unter Stromzufuhr zu ihren eigenen Statuen zu machen, ist schließlich so krank wie nur was.

Erinnerungsstücke an Kinder hat man per Galvanisierung ab dem 19. Jahrhundert dann tatsächlich produziert: Babyschuhe in Kupfer, Silber oder Gold. Die ersten Treterchen für alle Zeiten für das heimische Kaminsims oder Regal zu präservieren ist ja auch eine erheblich niedlichere Idee.

Bei SPIEGEL ONLINE:

Galvanik extrem

Leichen in Metall

Von Frank Patalong

Rostanfälliges haltbar machen, Materialien veredeln: Die Technik des Galvanisierens gehörte zu den frühesten Nutzanwendungen der Elektrizität. Forscher hatten noch gewagtere Ideen: Wenn man per Galvanik Statuen von Menschen machen konnte, warum dann nicht gleich Menschen zu Statuen?

Das Bedürfnis, verfallsanfällige Stoffe durch Ummantelung mit haltbareren Materialien zu schützen oder sie mit edlen Metallen aufzuwerten, ist uralt. Seit Jahrhunderten wird verzinkt, versilbert und vergoldet, was das Zeug hält. Die um 1830 gemachte Entdeckung, dass sich das mit Hilfe galvanischen Stroms vereinfachen lässt, machte Galvanotechnik zu einer der frühesten industriellen Anwendungen der Elektrizität.

Bereits 1836 begann man also, Edelbesteck galvanisch zu vergolden. Moritz Hermann von Jacobi erfand im Folgejahr das Verfahren, nicht leitende Materialen mit Hilfe einer leitfähigen Graphitschicht galvanisch zu verkupfern. Bildhauer und Kunsthandwerker gehörten zu den Ersten, die begriffen, was sich damit alles anfangen ließ. Von dort war es nicht mehr weit bis zu einer wahrhaft bizarren Idee: Der Präservierung von Leichen per Galvanisierung.

Zum vollständigen Artikel bei SPIEGEL ONLINE…

Einer noch fürs Wochenende: Wuffi im Land der (Alb-)Träume

Traumhaft witzig: Über dieses Ding bin ich im Schlecky Silberstein-Blog gestolpert. Ich hatte selbst mal einen Hund, kann mich an so ausgeprägte ausgelebte Träume aber nicht erinnern. Weiß der Fuchs, warum so viele Leute heiß sind auf Katzenvideos: das hier ist doch tausendmal besser!

Wer mehr will, findet es bei Youtube.
Bekanntgabe der Gewinner der Verlosung folgt Sonntagabend. Schönes Wochenende!